Für eine nachhaltige Schimmelpilzbeseitigung genügt es nicht, bloß den Pilzbefall zu beseitigen. In einem zweiten Schritt muss nämlich der Ursache auf den Grund gegangen werden.
Entdeckt man Schimmel in seiner Wohnung, sollte man dennoch Ruhe bewahren. Das Umweltbundesamt zieht die Bagatellgrenze bei einem Befall von einer Größe bis zu zwanzig Quadratzentimeter. Bis zu dieser Größe kann der Schaden ohne größere Probleme selbst beseitigt werden. Ist der Befall jedoch größer, ist eine professionelle Schimmelpilzbeseitigung nötig. Speziell entwickelte Sprays, die für den Privatgebrauch angeboten werden, sind dagegen nicht zu empfehlen. Die Gründe dafür sind vielfältig: In der Fülle des Angebots fällt es schwer, die unterschiedlichen Anwendungsgebiete und Wirkstoff-Kombinationen zu unterscheiden. Außerdem führt der Gebrauch eines Sprays in der Regel nur dazu, die Sporen zu verteilen, nicht jedoch, sie nachhaltig zu beseitigen.
Qualifizierte Fachfirmen dagegen achten auf eine ausreichende Austrocknung von Baustoffen. Im Rahmen einer Altbausanierung helfen sie, die bauphysikalischen Mängel eines Hauses aufzudecken, die es zu beheben gilt. Schätzungen gehen davon aus, dass jede zehnte Wohnung in Deutschland von Schimmel befallen ist. Mieter sollten sofort nach dem Auftauchen des Schimmels ihren Vermieter kontaktieren, der für die Ermittlung der Ursache verantwortlich ist. Wer schließlich für den Schaden und die Beseitigung des Pilzes aufzukommen hat, ist dagegen nicht immer einfach.