Immer wieder gibt es Hausbesitzer, die von verschimmeltem Rasen berichten. Das Gras sieht dann ein bisschen so aus, als ob es geschneit hätte oder sich überall feine Spinnweben gebildet haben. Die betroffenen Stellen werden später grau oder braun und wirken faulig. Was tun in so einem Fall?
Beobachten Gartenfreunde die oben beschriebenen Symptome, so handelt es sich wahrscheinlich um Schneeschimmel (Gerlachia nivalis). Er tritt vor allem zwischen September und April auf und kann durch falsches Düngen. In der Regel reicht es beim Auftreten eines solchen Schimmels nicht aus, den Rasen zu vertikutieren. Vielmehr muss er aerifiziert, das heißt mit Luft versorgt werden. Denn Schneeschimmel ist ein Zeichen dafür, dass der Luftaustausch im Gras gehemmt ist, d.h. dass zu viel Kohlenstoffdioxid (CO2) aber zu wenig Sauerstoff (O2) vorhanden sind.
Aerifizieren lässt sich der Rasen, indem an einigen Stellen kleine, aber tiefe Löcher gebohrt werden, die mit Sand aufgefüllt werden. Außerdem sollte das Gras im Spätsommer nicht mehr gedüngt werden und die Höhe des Rasens für den Winter nicht zu kurz ausfallen.